Geschichtliches

Die Kneitingales haben aus der Not eine Tugend gemacht. Akuter Zeitmangel in Examens- und Prüfungsphasen hat uns als aktive Mitglieder des Jazzchores der Universität Regensburg dazu gebracht, ein eigenes, nur alle zwei Wochen probendes Ensemble zu gründen. Auf das Ziel haben wir uns schnell geeinigt: alles zu singen, was Spaß macht und den universitären Ernst ad acta zu legen. Damit begann Ende 2002 die Existenz des gemischten Doppelquartets - zunächst allerdings nur zu siebt. Altistinnen waren schwer zu finden und noch schwerer zu halten, so dass erst einige Jahre und ein gutes Dutzend Sängerinnen später die etablierte Frauenformation aus Steffi, Moni, Kathie und Carolin gefunden war. Die Vier stehen sozusagen als akustisches Sinnbild für die Nachtigal, englisch Nightingale, und sind damit auch im Bandnamen vertreten. Der andere Teil des Bandnamens ist eher männliche Domäne: der Kneitinger, Regensburger Brauerei und Treffpunkt nach so mancher Probe.
Wir sind ein bunt gemischtes Team, wo jeder eigene musikalische Erfahrungen mitbringt und in den Topf wirft. Die Kirchenorganistin und der Domspatz sind bei uns genauso zu Hause wie die Jazzsolistin und seit neuesten haben wir sogar einen Stimm-Coach in unseren Reihen. Weitere Projekte der Bandmitglieder reichen von der Big Band bis zum argentinischen Tango. Diese Vielfalt – obwohl manchmal schwierig zu vereinen – macht für uns den Reiz des Ensembles aus. Und obwohl für die allermeisten von uns das ruhige Studentenleben bereits passé ist und für jedes Treffen Hunderte von Kilometern zurückgelegt werden müssen, sind die zweiwöchentlichen Proben eine stets willkommene Gelegenheit, dem Gesang und der Geselligkeit zu frönen.
Über die Jahre haben wir vielerlei Auftritte und Konzerte gegeben: vom obligatorischen jährlichen Sommerfest an der Universität, dem Winterball in den Unimensen, dem Gassenfest in der Regensburger Altstadt bis zum selbstveranstalteten Konzert im Runtingersaal oder bei einem Besuch des amerikanischen Botschafters. Selbstverständlich haben wir auch Hochzeiten und andere private Veranstaltungen mit größeren oder kleineren Einlagen bereichert. Es muß jedoch nicht immer ein Konzertsaal sein: zu jeder Tages- und vor allem Nachtzeit kann man uns spontan in verwinkelten Gassen, engen Kneipen oder kitschigen Christkindlmärkten hören - ob man will oder nicht. Den Spaß am Singen haben wir jedenfalls behalten - und unser Publikum weiß das zu schätzen.


SOPRAN

Monika „ Moni“ Eichhammer

Für unsere Moni ist Musik Lebenselixier. Mit ihrer hauchigen Jazz-Stimme hat sie bestimmt schon mehr als ein Dutzend Männerherzen auf dem Gewissen. Ihr Improvisationstalent und ihre Gesangs-Ausbildung bei Lisa Wahlandt waren dabei wahrscheinlich nicht unwesentlich beteiligt. Neben der Musik ist sie auch anderweitig künstlerisch begabt, was sich bei ihr vor allem in der Malerei ausdrückt.
Zum Glück hat die ausgelernte Pharmazeutin immer ihre Notfall-Tabletten dabei um Heiserkeit, Kater und sonstige Zivilisations-Schäden schnell Herr zu werden.

Stefanie „Steffi“ Kastl

Unser Sonnenschein und Starsopran für die höchsten Lagen. Sie singt mühelos bis zum hohen C und geht in Strawberry Fields glatt als Sitar durch. Trotzdem scheinen es ihr vor allem die tiefen Töne angetan zu haben! Oft genug springt sie in den Proben bereitwillig für den Alt ein, wenn dort gerade Personalmangel herrscht. Auch soll sie eine Vorliebe für männliche Kollegen aus den tiefen Registern haben...
Beruflich hat es sie im Augenblick nach Weiden verschlagen, wo sie als Ärztin in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeitet. Wir sind uns sicher: die Kinder werden ihr ansteckend fröhliches Wesen genauso zu schätzen wissen wie wir.

ALT

Kathrin „Kathie O.“ Obermeier

Sie war der erste Alt, der über längere Zeit bei den Kneitingales überlebt hat, was vor allem an ihrer fulminanten Stimme liegt, die bei ihrem Parade Stück „I feel good“ voll zur Geltung kommt. Gern schimpft sie wie ein Rohrspatz, erst recht wenn Tom neben ihr singt. Ansonsten nimmt sie alles eher gelassen, außer wenn es um ihr Studium geht.
Noch studiert sie Englisch und Geschichte an der Uni Regensburg, wenn aber alles klappt, wird sie bald auf die Realschüler Bayerns losgelassen.

Carolin „Caro“ Vogl

Stille Wasser sind tief, was auch auf unsere Caro zutrifft. Ruhig, zurückhaltend und ehrgeizig geht sie an jedes Projekt der Kneitingales mit ihrer Stimme wie Samt heran und sorgt für Disziplin, wenn das Ratschen wieder einmal überhand nimmt. Aber so brav wie sie wirkt, ist sie nicht: für jeden Spaß zu haben bereichert sie jede unserer Feiern.
Nachdem sie gerade ihr letztes Examen hinter sich gebracht hat steht sie seit kurzem als Lehrerin vor der Klasse. Nebenbei ist sie noch Organistin und Mitglied der Gospel-Band „Deliverance“.

TENOR

Thomas „Tom“ Bauer

Unser „Tom“ ist, was die Stimme betrifft, eher eine schrille Persönlichkeit - ein männlicher Koloratur-Sopran; Am liebsten improvisiert er, was wohl auch daran liegt, dass er sich dabei die Texte nicht zu merken braucht… Manchmal „etwas“ zerstreut, ständig Noten suchend in einer wahren Blätterflut bekommt er manch liebevoll-boshafte Bemerkung ab.
Studiert hat Tom Chemie und Informationswissenschaften und ist Chef der „SPEECH EXPERTS“, einer Regensburger IT-Firma. Wo könnte unser Tom besser aufgehoben sein als in dieser Sparte. Zu beachten sind auch seine grauen Strähnen, die nicht künstlich sondern von selbst so gewachsen sind. Ob die grauen Haare an seinem Job oder den Kneitingales liegen ist bis heute ungeklärt.

Alex „Nigger“ Reber

Und, und, und… es nimmt bei unserem neuesten und jüngsten Mitglied kein Ende. Aber zunächst sollten wir vom Anfang sprechen - und den hat er eben erst gemacht (zumindest bei uns). Ansonsten ist er als ehemaliger Domspatz ein alter Chorhase und kann uns trotz seines zarten Alters viel  vormachen. Sicher gibt es bald mehr über ihn zu berichten.

BASS

Christian „Mitzi“ Mitzkus

Er ist der am höchsten Gewachsene von den Kneitingales mit dem sonoren Bass, der selbst Crash-Test- Dummies Sänger Brad Roberts Konkurrenz macht, aber auch als „Mr. Slowhand“ auf sämtlichen Feiern der Kneitingales bekannte und auch unbekannte Lieder rauf und runter spielt. Den Rhythmus hat er im Blut oder vielmehr in Händen und Füßen. Was rhythmische Unklarheiten betreffen: Mitzi fragen, er hat den Durchblick. Im eigentlichen Leben ist er promovierter Physiker und bastelt gegen Geld merkwürdige Geräte, mit denen man Atome sichtbar machen kann. Abgesehen von Musik und Physik widmet er sich dem Mountainbiken, was er gerne mit Reisen in seinem VW-Bus verbindet.

Karl-Peter „Kalle“ Lenhard

Unser Youngster, aber nicht, was die Erfahrung betrifft: Zehn Jahre lang sang er in den Reihen der Regensburger Domspatzen. Trotz des Nesthäkchen-Standes mit seinen zarten 23 Jahren besitzt er einen kräftigen Bass, der auch bei privaten Feierlichkeiten nicht zu überhören ist.
Hauptberuflich ist er Student der Politikwissenschaft und Geschichte an der Uni Regensburg, um sein „Organ“ später in der Politik oder im Journalismus einzusetzen;
Zu den Kneitingales wurde er von Tom geholt, als ein Bass den Platz räumte. Seit November 2005 mimt nun er den zweiten Bass.